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Amazon kündigt virtuelle Währung “Amazon Coins” für In-App-Käufe an

Amazon CoinAmazon hat gestern die Einführung einer virtuellen Währung angekündigt – Amazon Coins. Diese sollen ab Mai in den USA verfügbar werden. Man informiert bereits frühzeitig, damit sich App-Entwickler darauf einstellen können. Denn die Coins werden für In-App-Käufe verwendet werden können. Das soll wohl auch der Haupteinsatzgebiet sein. Derzeit ist noch unklar ob und wann die Amazon Coins in weiteren Märkten eingeführt werden. In einer Pressemitteilung nennt Amazon hierzu noch keine Details.

Aber wollen wir das wirklich?
Solche virtuellen Währungen finde ich einfach nur “nervig”. Man kauft mit “echtem” Geld die Coins um dann hiermit wiederum etwas anderes zu kaufen. Ein unnötiger Zwischenschritt der für mich als Nutzer vor allem Nachteile bringt. Möchte man solche Coins wieder in echtes Geld zurücktauschen, wird einem dies zum Beispiel schwierig bis unmöglich gemacht. Man kann auch meist nicht die exakt benötigte Anzahl “Credits” kaufen, sondern ist an Paketgrößen gebunden. Amazon wird allerdings neben der Zahlung über Coins auch weiterhin die normale Zahlung anbieten. Auf den Erfolg möchte man sich wohl nicht verlassen.

Für Amazon dürfte ein Coin-System durchaus einige Anreize haben. Dazu gehört, dass die Transaktionskosten für kleine Beträge relativ hoch sind. Über das Coinsystem kann man also Kosten sparen und gibt vielleicht auch ein wenig davon an die Nutzer weiter. Irgendwie muss man die Nutzung schließlich auch attraktiv machen. Außerdem wird man von den Käufern mit Geld “versorgt”. Denn die eingekauften Coins dürften meistens über einen längeren Zeitraum verbraucht werden.

Es gab bereits einige Anbieter die mit solchen Systemen gescheitert sind. So hat auch Facebook seine Credits wieder abgeschafft. Ich mag Amazon dazu auch nicht wirklich viel gutes Wünschen. Zum Start wird man aber wohl etwas mit Coins um sich werfen. Darüber dürften sich Kunden und Entwickler sicherlich erst einmal freuen.

Eine nähere Beleuchtung gibt es bei The Verge. Außerdem beschäftigt man sich bei Android Police intensiv mit den kritischen Seiten von virtuellen Währungen.

Über Jojo

Kopf hinter Androider. Blogger seit 2005. Seit über 10 Jahren PHP-Frickler aus Überzeugung. Werder Bremen-Fan und Golf-Newbie.
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