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Meinungsmacher: Freemium und Paymium sind “blöd”


MeinungsmacherMit Smartphones haben auch viele Apps ihren Weg in unseren Alltag gefunden. Darunter sind auch viele Spiele. Anfangs gab es für Entwickler zwei vorherrschende Möglichkeiten mit ihren Apps Geld zu verdienen. Entweder sie haben ihre App verkauft oder aber in die kostenlose App wurde Werbung eingebunden. Mit der Einführung von In-App-Bezahlungen kam eine weitere Option hinzu: Freemium.

Freemium
Freemium-Spiele werden erst einmal kostenlos angeboten. Der Entwickler versucht nun über In-App-Käufe Geld zu verdienen. Aus Nutzersicht sind diese mal mehr oder weniger nervend. Im Idealfall kann man ein Spiele ohne In-App-Käufe relativ problemlos durchspielen. Aber das ist natürlich nicht im Sinne des Entwicklers. Der möchte und sollte natürlich schon für seine Mühen entschädigt werden. Positiv aus Nutzersicht ist natürlich, dass man ein Spiel so kostenlos antesten kann. Und wenn es nicht gefällt, hat man auch kein Geld “verschleudert”. Gefällt einem ein Spiel hingegen, dann kann es durchaus etwas teurer werden.

Ich habe Anfang der 90er meine ersten Computerspiele gekauft. Damals war an die heutigen Geschäftsmodelle noch nicht zu denken. Man hat ein Spiel gekauft und das wars dann. Vielleicht macht das die Gewöhnung an Freemium etwas schwieriger. Zumindest habe ich bisher bereits einige Android Apps gekauft, aber noch keinen einzigen In-App-Kauf getätigt.

Paymium
Ich werde mich wohl an Freemium gewöhnen müssen. Sicherlich werde ich aber in nächster Zeit kein häufiger In-App-Käufer werden. Freemium ist für mich auch nicht das wirklich große Ärgernis. Wenn Apps erst käuflich erworben werden müssen und dann noch zusätzlich versuchen über In-App-Käufe Geld zu verdienen ist mein Verständnis langsam am Ende. Hier wird aus Freemium dann Paymium. Aktuelle Negativbeispiele sind hier für mich Mini Motor Racing und Dead Trigger.

Android App: Mini Motor Racing

Mini Motor Racing
Mini Motor Racing ist ein ganz cooles Autorennen aus der Vogelpespektive. Ein Spieltyp der auf Tablets zu meinem Lieblingsgenres gehört. Mini Motor Racing ist nicht an jeder Ecke perfekt, aber ich kann es trotzdem nur weiterempfehlen. Das Spiel kostet auch nur übersichtliche 1,59 Euro. Im Spiel selber fährt man Rennen um weitere Strecken freizuschalten und Geld zu verdienen. Mit diesem kann man neue Fahrzeuge kaufen sowie seine Fahrzeuge verbessern. Ich habe das Spiel bereits einige Stunden gespielt. Habe aber grade erst ein Fahrzeug vollausgestattet. Ich werden sicherlich nie alles freischalten können. An dieser Stelle kommen dann die In-App-Käufe ins Spiel. Für 0,80 Euro bekommt man zukünftig das doppelte Preisgeld, 30.000 $ kosten 0,77 Euro und reichen grade um ein neues Fahrzeug zu kaufen. Am oberen Ende gibt es dann eine relativ komplette Freischaltung für 15,64 Euro.

Google Play Store LogoDead Trigger kostet aktuell 0,99 Euro. Mini Motor Racing übersichtliche 1,59 Euro. Auch ohne In-App-Käufe wird man mit den Spielen genug Spaß habe, dass dieser geringe Kaufpreis gerechtfertig ist. Allerdings verschweigen beide Entwickler in den Spielbeschreibungen die In-App-Käufe. Das ärgert mich dann doch besonders. Denn oft ist bei solchen Spielen die Spiel-Balance darauf ausgelegt zu Käufen anzuregen. Da sollte es klare Regelungen geben und aus meiner Sicht ist hier Google als Betreiber des Play Stores gefordert.

Fazit
Ich werde sicherlich kein Fan von Freemium und Paymium. Aber selbst ein Blizzard versucht bei Diablo 3 über InGame-Verkäufe weiteres Geld zu verdienen. Mir scheint wir werden die neuen Geschäftsmodelle nicht aufhalten zu können. Auf dem Google I/O hat Google verkündet, das über 50 Prozent der Umsätze des Play Store durch In-App-Käufe erzeugt werden. Im Falle von Paymium sollte man aber eine vorherige Aufklärung über InGame-Verkäufe verlangen können.

Ich werde wohl weiterhin mit meinem Geldbeutel gegen Freemium und Paymium abstimmen … zumindest wenn mir die Informationspolitik der Entwickler dies überhaupt möglich macht. Ich mache mir aber wenig Hoffnung damit etwas erreichen zu können.

Über Jojo

Kopf hinter Androider. Blogger seit 2005. Seit über 10 Jahren PHP-Frickler aus Überzeugung. Werder Bremen-Fan und Golf-Newbie.
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