Am 13. Dezember 2009 ging das Thema Nexus One erstmals durch Blogs und Presse. Das nebulöse Googlephone sollte nach langer Zeit der Spekulation nun also tatsächlich auf den Markt kommen. Zwar von HTC produziert, aber Google hatte seine Finger wohl an fast jedem Punkt und bei allen wichtigen Entscheidungen mit im Spiel. Es sollte dann wohl ein Smartphone werden, wie Google es sich vorstellt. Einiges war schon bekannt, aber am 5. Januar wurde das Nexus One dann offiziell vorgestellt. Die technischen Daten konnte überzeugen und Vorfreude auf dieses Handy war sicherlich bei vielen da. Es war in den USA auch ab diesem Datum über Google zu kaufen. Am 18. Januar haben wird dann letztmalig einen Beitrag in die Kategorie Nexus One eingestellt. Es gab einfach kaum etwas zum Thema zu berichten. In Deutschland warten wir auch heute noch auf den Verkaufsstart des Nexus One. Und damit kommen wir zu den Enttäuschungen!
Enttäuschungen?
Vertrieb nur online über Google
Den Anfang macht für viele Amerikaner offensichtlich die Vertriebsmethode von Google. Exklusiv nur über die Google-Seite, nicht über die Offline-Shops der Netzbetreiber. Zumindest laut vielen Beiträgen und Kommentaren in den USA scheint man dort Wert darauf zu legen ein Nexus One vor dem Kauf einmal in der Hand gehalten zu haben. Für mich kein Grund zur Enttäuschung. Ich hab mein Milestone auch über das Internet gekauft ohne es vorher zumindest aus der Nähe betrachten zu können, aber dass sehen wohl nicht alle so.
Support
Der Google-Support war “google-typisch” erst einmal nicht so berauschend. Nun ist mir Google in all den Jahren in denen ich mich mit ihnen auseinandersetzen musste, noch nie als der Supportkönig aufgefallen. Aber im Umgang mit einer großen Anzahl an Konsumenten, die ihr Smartphone bei der Konkurrenz kaufenkann, sollte man hier nicht an der falschen Stelle sparen. Google hat hier nachgebessert, aber es wird schwierig ganz an die stationäre Konkurrenz heranzukommen. Hier kann man schließlich ggf. persönlich ins Geschäfts stapfen und seinem Ärger Luft verschaffen.
Probleme mit schnellem Internet – 3G
Weiterer Ärger kam mit Problemen bei der 3G-Nutzung auf. Hier ist auch jetzt nicht ganz klar, ob dass Problem gänzlich gelöst werden konnte oder nur soweit möglich nachgebessert wurde und mehr nicht drin ist. Zuletzt hieß es zumindest, dass an einer Lösung nicht mehr gearbeitet wird.
Kein Nexus One bei Verizon
Das Nexus One wird nun doch nicht bei Verizon angeboten wird. Verizon ist immerhin die Nummer 1 auf dem US-Mobilfunkmarkt. Google selbst empfiehlt online daher sogar, dass in ein paar Tagen für das Verizon-Netzwerk erscheinende HTC Droid Incredible. Und bei genauer Betrachtung kann dieses wohl auch problemlos mit dem Nexus One mithalten, insofern ist dies für die Kunden kein gar so großer Verlust.
Positives
Endlich auch in Europa verfügbar
Nun aber auch mal etwas positives. Das Nexus One wird in Kürze den Sprung über den großen Teich nach Europa schaffen und sich ein Tick näher an Deutschland heranpirschen. Es soll noch in dieser Woche in Großbritannien bei Vodafone verfügbar sein. Und statt nur über Google wird es hier auch in den Vodafone-Geschäften angeboten. Ob man hier aus dem “Misserfolg” in den USA gelernt hat oder einfach nur nicht die notwendigen Strukturen aufbauen kann oder will sei dahin gestellt.
Fazit
Schlußendich möchte ich sagen, dass das Nexus One keine große Enttäuschung ist, aber insgesamt ist die gesamte Markteinführung meiner Meinung nach nicht so wirklich glücklich verlaufen. Hoffen wir das Google daraus etwas lernt. Es bleibt immer noch zu hoffen, dass das Nexus One in Kürze auch in Deutschland auf den Markt kommt. Man sieht ja in Großbritannien wie schnell das plötzlich gehen kann. Das Nexus One wäre am heutigem Markt zwar kein Gerät mehr dass die Messlatte insgesamt ein Stück höher legen könnte, aber es wäre eine weitere interessante Option am Markt. Grade in Konkurrenz zum sehr ähnlichem HTC Desire. Davon abgesehen würde auch die öffentliche Aufmerksamkeit Android sicherlich sehr gut tun. Und diese wäre sicherlich gewiss, denn die Presse begutachtet jeden Schritt von Google mit Argusaugen.








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