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Patentkriege – Apple versus Samsung – Richterin will Jury-Befangenheitsvorwurf klären

Jury-Vorsitzender Velvin Hogan

In einem aufsehenerregendem Prozeß vor einem kalifornischem Gericht musste Samsung vor einiger Zeit gegen Apple eine herbe Schlappe hinnehmen und wurde zu einer Schadensersatzzahlung von knapp über 1 Milliarde US-Dollar verdonnert. In den Tagen nach dem Urteil hat sich vor allem der Jury-Vorsitzende Velvin Hogan gegenüber verschiedenen Medien über den Prozeß geäußert.

Die Äußerungen von Hogan sorgten bei einigen Beobachtern für Verwunderung, sind allerdings nicht ursächlich für die Befangenheitsvorwürfe. Samsung wirft dem Hogan vor, bei der Befragung der potentiellen Jury-Mitglieder nicht ehrlich gewesen zu sein. So habe er eine Beteiligung an einem Gerichtsverfahren mit dem Festplattenhersteller Seagate verschwiegen. Heute ist Samsung einer der größten Aktionäre von Seagate. Apple hingegen behaupten, dass den Samsung-Anwälten dies bekannt gewesen sei. Richterin Koh möchte außerdem klären, welche Informationen Apple über Hogan vorlagen. Die Anhörung wurde für den 6. Dezember angesetzt.

Je nach Ausgang scheint wohl ein komplettes Kippen des Urteiles möglich zu sein. Der Prozeß dürfte dann wohl von vorne beginnen. In dem Fall wäre es spannend, ob sich beide Firmen noch einmal auf das Experiment Jury einlassen würden. Allerdings wird auch berichtet, dass es sehr schwer sein soll, ein Urteil über ein Jury-Fehlverhalten zu kippen. Fällt die Entscheidung für Samsung erst einmal negativ aus, so stände immer noch der Berufungsprozeß aus. Dieser Prozeß wird uns also in jedem Fall auch 2013 noch weiter beschäftigen. [via heise und Android Community]

Über Jojo

Kopf hinter Androider. Blogger seit 2005. Seit über 10 Jahren PHP-Frickler aus Überzeugung. Werder Bremen-Fan und Golf-Newbie.
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