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Samsung vs Apple: Internationale Galaxy-Geräte aus Prozeß genommen

Samsung Galaxy SNach vielem Vorgeplenkel ist der derzeit in den USA laufende Prozeß wohl der bisher größte Showdown zwischen Apple und Samsung. Aktuell konnte Samsung einen kleinen Punktsieg für sich verbuchen. Die internationalen Modelle von Galaxy S, Galaxy S II und Galaxy Ace wurde aus dem Prozeß ausgeschlossen.

Die Entscheidung kommt reichlich spät, konnte aber möglicherweise nicht früher erfolgen. Der Grund ist simpel: Die Modell wurden von Samsung selber nie in den USA angeboten und daher ist ein möglicher Patentverstoß in den USA nicht von einem US-Gericht zu verhandeln. Insbesondere das Samsung Galaxy S I9000 sieht den ersten iPhones reichlich ähnlich und dürfte der Jury entsprechend oft von Apple gezeigt worden sein. Die US-Mobilfunkanbieter verlangten damals von Samsung noch jeweils ihr eigenes spezielles Modell. Diese unterscheiden sich inbesondere im Design vom Standard-Modell.

Davon abgesehen hat diese Entscheidung wohl keine größeren Auswirkungen. So geht es bei den Schadensersatzforderungen von Apple um in den USA verkaufte Geräte und die internationalen Geräten wurden wohl höchstens in kleineren Stückzahlen importiert. Ohne die drei ausgeschlossenen Geräte hat die Jury immer noch über Patentverletzungen durch 20 Samsung-Smartphones zu entscheiden.

Nachdem Apple nun soweit seine Argumente vorgelegt hat, ist Samsung nun an der Reihe. So hat man Beispiele vorgelegt, nach denen Apple-Patente durch “prior art” ungültig sein sollen. (prior art = Ganz einfach erklärt: Wenn etwas bereits erfunden wurde, kann es nicht mehr patentiert werden.) Man darf gespannt sein, wie Samsung weiter in die Offensive gehen wird. [via TheVerge]

Über Jojo

Kopf hinter Androider. Blogger seit 2005. Seit über 10 Jahren PHP-Frickler aus Überzeugung. Werder Bremen-Fan und Golf-Newbie.
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